Stopp der Vermüllung unserer Gewässer – Initiative „Alles im Fluss“ gestartet

Stopp der Vermüllung unserer Gewässer – Initiative „Alles im Fluss“ gestartet

Müllberge an den Berliner Ufern, tonnenweise Müll, der aus dem Wasser gefischt werden muss – den Berliner*innen reicht es! Eindrucksvolle Bilder und Kommentare als Reaktion auf einen Facebook-Aufruf zeigen den Ärger und auch die Frustration derer, die sich schon jetzt um das Thema Müll an den Berliner Gewässern kümmern.

„Alles im Fluss“ – eine Initiative gegen die Vermüllung der Gewässer und Ufer Berlins – geht heute an den Start. Die Vereine wirBERLIN und Flussbad Berlin haben sie ins Leben gerufen, um das Problem bewusst zu machen und gemeinsam mit Verantwortlichen aus Verwaltung, Politik, Unternehmen, Umweltverbänden und der Bürgerschaft eine Strategie zu entwickeln, wie in Zukunft die Berliner Gewässer – und damit letztlich auch die Weltmeere – vor zunehmender Vermüllung geschützt werden können.

Beate Ernst, Vorsitzende von wirBERLIN und Jan Edler, Vorsitzender des Flussbad Berlin e.V., zeigten gemeinsam mit Jens Feddern, Leiter Wasserversorgung der Berliner Wasserbetriebe, Peggy Härtner, Leiterin Geschäftseinheit Reinigung, Berliner Stadtreinigung, Georg Kössler, Umweltpolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, Michael Bender, Leiter Bundeskontaktstelle Wasser, Grüne Liga, Michelle Kronbergs, Marketing & PR Manager UNIQLO Germany, Nadja Berseck, Recyclingfloß Panther Ray, Falk-Willy Wild, Schauspieler ihre Perspektiven zum Thema auf. Weitere Gäste aus Sport, Tourismuswirtschaft, Unternehmen und Bürgerinitiativen unterstützen die Initiative. Denn das Bild an Berlins Ufern zeigt, dass trotz der bisherigen Anstrengungen durch Senat, Bezirke, BSR und Zivilgesellschaft noch immer sehr viel Müll liegen bleibt. Erholung suchende Menschen, Wassersportler, Berlinbesucher und die – zum großen Teil touristische Schifffahrt – nutzen ausgiebig Berlins vielfältige und einzigartige Wasserlandschaft. Nicht selten hinterlassen sie dabei vor allem in den Sommermonaten ihre Abfälle. Auf Wiesen und Uferstreifen bleiben Picknick-Reste liegen, türmt sich Verpackungsmüll neben überfüllten Mülleimern. Letztlich gelangt ein erheblicher Teil davon in unsere Gewässer und endet in den Weltmeeren mit gravierenden Folgen für die heimische sowie globale Flora und Fauna.

„Tonnen von Müll, die in unsere Gewässer gelangen, machen immer mehr Bürger*innen fassungslos und wütend. Sie fordern eine Veränderung und ein gemeinsames Anfassen des Problems. Es interessiert weniger, wer an welcher Stelle die Zuständigkeit für Müllbeseitigung hat, sondern der Müll muss weg, und diejenigen, die ihn achtlos fallen lassen, müssen zur Verantwortung gezogen werden. Wir brauchen zur Lösung eine gemeinsame Strategie aller Beteiligten, mehr Kreativität im Umgang mit dem Problem und letztendlich ein Umdenken jedes einzeln“, so Beate Ernst.
„Flussbad Berlin ist nicht nur ein Stadtentwicklungsprojekt für das Berliner Zentrum, sondern auch ein Projekt zur Aufklärung und Bildung rund um die Themen Wasserreinigung und Wasserreinhaltung und damit zum Gewässerschutz. Die im Schulterschluss mit wirBERLIN e.V. entwickelte gemeinsame Initiative “Alles im Fluss” fügt sich nahtlos in diese Bemühungen ein und möchte einen Beitrag zur öffentlichen Sensibilisierung liefern. Das zivilgesellschaftliche Engagement für ein vielfältiges, ökologisches und buntes Berlin verbindet unsere beiden Vereine.“ Jan Edler.

Im Flussbad-Garten informierten großflächige Banner über die Problemstellung der Ufer- und Gewässerverschmutzung und eine die Initiative begleitende Website www.allesimfluss.berlin ist freigeschaltet.